"Wärme mit Zukunft"

Stadtwerke Karlsruhe starten Initiative "Energie 2010"

Baden Württemberg will mit seinem Erneuerbare-Wärme-Gesetz den CO2-Ausstoß von Wohngebäuden reduzieren. Die Stadtwerke Karlsruhe wollen mit ihrer neuen Initiative "energie 2010 – Wärme mit Zukunft" ihre Kunden bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben unterstützen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Als "richtige und wichtige Weichenstellung für den Klimaschutz" bezeichnet Thomas Unnerstall, Geschäftsführer für Vertrieb und Handel, die neuen gesetzlichen Vorgaben. Da diese für Hausbesitzer jedoch oft große finanzielle Herausforderungen bedeuten, bieten die Stadtwerke ihren Kunden im Rahmen ihrer neu gestarteten Initiative nun Förderzuschüsse und Beratung für Bauherren und Hauseigentümer an. Das Programm soll eine Einsparung von insgesamt etwa 6.000 Tonnen CO2 jährlich erwirken.

Eine Kombination von Erdgas-Brennwertheizung mit einer thermischen Solaranlage wird bei bestehenden Gebäuden oder Neubauten mit 1.700 bis 4.050 Euro, je nach der Anzahl der Wohnungen. Thermische Solaranlagen allein werden mit 500 bis 1.250 Euro gefördert, und Erdgas-Brennwertheizungen allein mit 1.200 bis 2.800 Euro. Das bereits bestehende Förderprogramm für Wärmepumpen wird ausgebaut, die maximale Fördersumme erhöht sich von 3.000 auf 4.000 Euro, die Förderung der ersten 15 Kilowatt wird von 150 auf 200 Euro je Kilowatt aufgestockt, für jedes weitere Kilowatt Leistung gibt es 100 statt bisher 50 Euro, informiert das Unternehmen.

Zudem fördern die Stadtwerke den Bau von kleinen, dezentralen Kraft-Wärme-Koppelanlagen, die aus Erdgas sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Gefördert werden Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt. Die Fördersumme kann je nach Leistung etwa 4.000 bis maximal 20.000 Euro betragen.

Ab Oktober 2008 können Erdgaskunden der Stadtwerke neben fossilem Erdgas auch ein neues Erdgasangebot, das zehn Prozent Bio-Erdgas beinhaltet, in Anspruch nehmen. Darüber hinaus wollen die Stadtwerke die Karlsruher Fernwärmeversorgung weiter ausbauen. "Unsere neue Initiative soll Kunden helfen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und zukunftsorientierte Heizungslösungen zu wählen", so Unnerstall.