KWK-Gesetz zeigt Wirkung

Stadtwerke investieren in Kraft-Wärme-Kopplung

Die Stadtwerke in Deutschland investieren in den nächsten beiden Jahren 1,7 Milliarden Euro in dezentrale, umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen). Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) bei seinen Mitgliedsunternehmen.

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"Neben der Sicherung mehrerer Tausend Arbeitsplätze beträgt die durch die Investitionen zu realisierende Kohlendioxid-Minderung der Kraftwerke knapp zwei Millionen Tonnen jährlich", betonte VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Schöneich heute in Köln. KWK-Anlagen nutzen die bei der Stromproduktion entstehende Abwärme zur Auskoppelung von Fernwärme, was den Wirkungsgrad gegenüber normalen Kraftwerken mehr als verdoppelt.

Mit einem Auftragsvolumen von 1,7 Milliarden Euro sollen etwa 1800 Megawatt an KWK-Anlagen modernisiert bzw. neu gebaut werden. Größere Kraftwerke mit mehr als 50 Megawatt entstehen in München, Duisburg, Köln, Nürnberg, Wuppertal, Halle, Frankfurt, Münster, Augsburg und Würzburg. Daneben wird es einen Zubau bei kleineren Blockheizkraftwerken (BHKW) sowie Brennstoffzellenanlagen geben. Damit zeige das im April 2002 in Kraft getretene "Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung" seine gewollte Wirkung, bilanziert der VKU.

Die Förderung der Investitionen, die zeitlich bis zum Jahr 2010 befristet und degressiv gestaltet ist, ist an die Bedingung geknüpft, dass die Anlagen zwischen dem 1. April 2002 und dem 31. Dezember 2005 in Betrieb genommen werden. Ziel des Gesetzes war es, den jährlichen Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis 2005 um zehn Millionen Tonnen zu reduzieren. Dieses Ziel, das im Jahr 2004 durch ein Monitoring überprüft werden soll, wird nach Einschätzung des VKU voraussichtlich nicht erreicht werden. Für diesen Fall hatte die Bundesregierung eine Nachbesserung des Gesetzes angekündigt.