ASEW-Erfolgsbarometer

Stadtwerke: Imageverlust wegen teurer Energie

Die momentan sehr hohen Energiepreise haben den deutschen Versorgern einen massiven Imageverlust beschert, wie eine Umfrage im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ergab. Auf der Zufriedenheitsskala verloren sie fünf Punkte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Die deutschen Verbraucher waren im vergangenen Jahr weniger zufrieden mit ihren Stadtwerken als noch 2004. Zwar schnitten die Stadtwerke-Mitarbeiter bei der Beurteilung ihrer Kompetenz und Freundlichkeit im Telefonkontakt besser ab, insgesamt gesehen verloren sie aber auf der Zufriedenheitsgala fünf Punkte und erreichten nur noch 68 von 100 Punkten. Das geht aus einer telefonischen Kundenbefragung hervor, die die imug GmbH im Jahr 2005 im Auftrag von zehn deutschen Stadtwerken, Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU), zum siebten Mal in Folge durchführte.

Der Imageverlust scheint eng mit den momentan hohen Energiepreisen verknüpft zu sein. "In der Imagewahrnehmung der verschiedenen Energieversorgungsunternehmen gibt es massive Unterschiede in Bezug auf die Preise und Kosten sowie auf die Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis", bilanzierte die ASEW. Könnten die Kunden die Preisstruktur des Stadtwerks nachvollziehen, wirke sich dies auch positiv aufs Stadtwerke-Image aus. Empfinden die Kunden die Preise als angemessen, marktgerecht und das Unternehmen als kostenbewusst, schneide der Versorger noch besser ab, kommentierte der ASEW die Umfrageergebnisse. Seien die genannten Attribute dem Unternehmen indes nicht zuzuordnen, müsse es erhebliche Imageverluste hinnehmen.

Auskunft gaben 3500 Privatkunden aus ganz Deutschland. Auf der Grundlage eines standardisierten Fragenkatalogs äußerten Stadtwerkekunden ihre Meinungen zu der Qualität der Kundenkontakte, der Zufriedenheit mit Leistungen und Prozessen in den Stadtwerken sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis.