Stadtwerke Homburg erhalten Umweltschutz-Zertifikate

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Als erstes saarländisches Energieunternehmen haben die Stadtwerke Homburg zwei Zertifikate für den betrieblichen Umweltschutz respektive für das Umweltmanagement erhalten. Das Unternehmen unterzog sich sowohl einem Öko-Audit (Prüfverfahren) durch den TÜV nach DIN 14001 als auch nach der EG-EMAS-Verordnung. Für letzteres zeichnet die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes verantwortlich. Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf begrüßte das freiwillige Engagement der Stadtwerke. Im Bundesdurchschnitt sind zur Zeit 28 Standorte je eine Million Einwohner registriert, die sich einer solchen Prüfung unterzogen. Im Saarland liegt diese Quote bei 38 Standorten pro Million Einwohner. Mit den drei geprüften Standorten der Stadtwerke Homburg sind es zur Zeit 41 Standorte in der saarländischen Wirtschaft.



"Mit der freiwilligen Teilnahme am Öko-Audit verfolgen Unternehmen und Politik die gleichen Ziele: Sie wollen den Umweltschutz kontinuierlich verbessern. Deshalb ist die Vorbildfunktion jedes Unternehmens, das sich an diesem Verfahren beteiligt, besonders hervorzuheben", betonte Minister Stefan Mörsdorf.



In den vergangenen Jahren sind die Stadtwerke Homburg durch zahlreiche Maßnahmen und Projekte ihrer Verantwortung als Energie- und Trinkwasserversorger zur Einsparung von Rohstoffen und zur Verringerung von Luftschadstoffen nachgekommen. "Mit der vorliegenden Umwelterklärung wollen wir diese Maßnahmen dokumentieren und stehen zugleich in der Verpflichtung, uns weiterzuentwickeln und uns regelmäßig alle drei Jahre der Prüfung durch externe Gutachter zu unterziehen", erklärte Helmut Fuß, Geschäftsführer für den technischen Bereich der Stadtwerke. Beispiele für die Umweltorientierung des Unternehmens seien das kommunale Energiekonzept aus dem Jahr 1988, der Umbau des Heizwerkes an der Uni-Klinik zu einem Heizkraftwerk und damit zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung, die Errichtung eines Wertstoffcenters zur Verwertung der betrieblichen Abfälle, die Errichtung einer Erdgastankstelle sowie eine Energieberatung mit drei Fachkräften und einem Förderprogramm für erneuerbare Energien und energiesparende Techniken. Rund 300.000 Mark betrage das jährliche Budget für Fördergelder. Rund 6000 Kundenanfragen beantworteten die Energieberater jährlich. Zusätzlich erfolgten rund 1800 Hausbesuche.



"Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sind für uns keine Gegensätze. Dies gilt auch im hart umkämpften Energiemarkt. Im Sinne von fairen Rahmenbedingungen fordern wir jedoch von Seiten der Bundesregierung eine Unterstützung der Kraft-Wärme-Kopplung ein, die in einem reinen Preiskampf ohne eine Förderung auf Dauer nicht zu halten ist", betonte Helmut Fuß abschließend.



Weitere Informationen zu den Stadtwerken Homburg erhalten Sie hier.