Wärme und Energie

Stadtwerke Hannover steigern Wirkungsgrad mit Brennstoffzellen

Vier Mehrfamilienhäuser in Hannover werden nun mit Wärme aus Brennstoffzellen versorgt, gleichzeitig wird aus den Brennstoffzellen gewonnener Strom ins Netz eingespeist. enercity will damit den "Weg aus dem Labor in den Markt" gehen, so der Vorstandsvorsitzende der Stadtwere Hannover, Michael G. Feist.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (red) - Mit Brennstoffzellen liefert der niedersächsiche Stromanbieter enercity Wärme an vier Mehrfamilienhäuser der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim. Den gleichzeitig umweltschonend erzeugten Strom speist enercity ins öffentliche Netz ein.

"Mit H|cell, unseren Brennstoffzellen zur Hauswärme-Versorgung, erarbeiten wir Lösungen, wie die neue Technologie wirtschaftlich in Energiedienstleistungen integriert werden kann", erläutert Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Brennstoffzellen. Die Stadtwerke Hannover versorgen die Gartenheim-Mieter im Rahmen des enercity WärmeService (Contracting) mit Heizenergie und warmem Wasser.

Die bei Gartenheim eingesetzten Brennstoffzellen-Heizgeräte entstammen der dritten Feldtestgeneration von Vaillant. Die Anlagen seien mittlerweile so zuverlässig, dass sie direkt bei den Kunden eingesetzt werden können, meint Dr. Manfred Schüle, Leiter Vertrieb Energiedienstleistungen. "Wir wollen damit Praxiserfahrungen gewinnen, wie in Zukunft die innovativen Brennstoffzellen-Heizgeräte in unsere Contracting-Projekte optimal eingebunden werden können. Daher lassen wir die H|cellgartenheim auch wissenschaftlich begleiten", so Schüle weiter. Noch dazu könne umweltschonende Nutzenergie erzeugt werden, da Wärme und Strom in einem gekoppelten Prozess entstehen.

Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird für die Beheizung der Wohnungen eingesetzt - hierdurch ergebe sich ein gegenüber der getrennten Erzeugung wesentlich höherer Wirkungsgrad. Dieser liege heute bei knapp 35 Prozent und solle in Zukunft auf 40 bis 50 Prozent steigen, so Schüle.