Jahresbilanz

Stadtwerke Hannover steigern Umsatz um 35 Prozent

Dr. Erich Deppe hat heute in Hannover den letzten Jahresabschluss seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG vorgestellt. Er übergibt seiner Meinung nach ein "gut aufgestelltes Unternehmen", das den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 35 Prozent steigern konnte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Die Stadtwerke Hannover AG hat im vergangenen Geschäftsjahr konnte den Stromabsatz außerhalb des Netzgebietes weiter ausbauen. Der Absatz von 3285 Gigawattstunden (GWh) im eigenen Netzgebiet steht inzwischen einem Absatz von insgesamt 19 490 Gigawattstunden gegenüber, der sich aus Lieferungen an überregionale Endkunden und andere Energieversorger sowie aus physischen Handelsmengen zusammensetzt.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 35 Prozent von 968,7 Millionen Euro auf 1.310,5 MillionenEuro. Als stärkster Umsatztreiber erwies sich der Stromverkauf über die Handelssparte. Der hier inzwischen generierte überregionale Absatz liegt deutlich über dem im angestammten Netzgebiet. Die Erlöse aus Energiehandelsgeschäften tragen 2003 mit 481 Millionen Euro (im Vorjahr 196,5 Millionen Euro) zum Umsatz bei.Das Unternehmensergebnis 2003 beträgt 77,8 Millionen Euro. Es liegt 7,9 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis. Ursachen dafür sind laut Bericht hauptsächlich erhöhte Aufwendungen für die geplante Einführung des Abrechnungssystems SAP IS-U und Rückstellungen für das Vorruhestandsprogramm.

Vorstandsvorsitzender Dr. Erich Deppe beurteilt den letzten Jahresabschluss seiner Amtszeit mit Gelassenheit: "Die Entscheidung, frühzeitig bundesweit zu expandieren, hat sich im fünften Jahr nach der Liberalisierung als richtig erwiesen. Durch die harte Wettbewerbslage im Endverbrauchermarkt schrumpfen die Margen und dies lässt sich nur durch mehr Umsatz kompensieren". Er verwies auf die Erfolge des Vertriebs, dem es gelungen ist, den Stromabsatz bei den bundesweiten Endkunden um 25 Prozent und bei der Kundengruppe der Energieversorgungsunternehmen sogar um 170 Prozent zu steigern. Er könne nun mit dem guten Bewusstsein in den Ruhestand gehen, seinem Nachfolger Michael G. Feist "ein gut aufgestelltes Unternehmen" zu übergeben.

Der designierte Vorstandsvorsitzende Michael G. Feist formulierte seine Einschätzung folgendermaßen: "Die weiter gehende Liberalisierung der Energiemärkte erfordert zusätzliche Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, um die Ertragskraft zu stärken. Besondere externe Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr sind für die Stadtwerke Hannover die Einführung des gesetzlich geforderten Unbundlings der Strom- und Gasnetze, die Regulierung der Netzentgelte durch die neu geschaffene Regulierungsbehörde und die Einführung des Emissionshandels."