Stadtwerke Hannover: Fit fürs Jahr 2000

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Stadtwerke Hannover fühlen sich fit für den Jahrtausendwechsel. Die Vorbereitungen laufen seit 1996: Programme in der Datenverarbeitung und den Steuerungsanlagen mussten von zweistelligen auf vierstellige Jahreszahlen umgestellt werden. Anschließende Tests zeigten, dass die Anlagen Jahr-2000-fähig sind. Die Stadtwerke Hannover AG hat - auch nach Einschätzung externer Fachleute - alles getan, um die Versorgung so zuverlässig wie möglich zu machen.


Auf Strom, Gas, Wasser und Fernwärme werden die Stadtwerke-Kunden am Neujahrsmorgen nicht verzichten müssen. "Eine hundertprozentige Sicherheit kann es jedoch nicht geben", so Thomas Wilke, Projektleiter Jahr 2000 der Stadtwerke Hannover AG. Das Risiko eines großflächigen Ausfalls sei jedoch extrem unwahrscheinlich. Um aber selbst auf einen derartig unwahrscheinlichen Fall entsprechend reagieren zu können, hält das Unternehmen auch Reserve-Personal bereit. 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa viermal so viel wie üblich, sind Silvester 1999 für die Kunden im Einsatz.


Prinzipiell gilt: Das Ausmaß der möglichen Probleme durch den Jahrtausendwechsel wird stark durch die Energieversorgung bestimmt. Fällt der Strom aus, stellen selbst Jahr-2000-fähige End-Geräte beim Kunden ihren Betrieb ein. Um dies zu verhindern, haben die europäischen Stromversorger einen genauen Vorsorgeplan abgesprochen. So werden zum Beispiel wesentlich mehr Kraftwerke am Stromnetz sein. Fällt ein Kraftwerk aus, können die anderen sofort einspringen und die benötigte Energie ins Netz einspeisen. Erst wenn es zu einem großflächigen Frequenzabfall im Verbundnetz käme - einem sehr unwahrscheinlichen Fall -, würden die Energieversorger ihre Netze voneinander trennen, um eine stabile dezentrale Versorgung zu sichern. In diesem Fall könnte die Stadtwerke Hannover AG den gesamten in der Stadt benötigten Strom mit den örtlichen Kraftwerken Stöcken, Herrenhausen und Linden selber erzeugen.