Geschäftsbilanz 2002

Stadtwerke Hannover AG steigert Umsatz um 18 Prozent

Ein "gutes Ergebnis" bilanzierte die Stadtwerke Hannover AG heute in der Niedersächsischen Landeshauptstadt. Für "überschäumende Euphorie" sah Vorstandsvorsitzender Dr. Erich Deppe dennoch keinen Anlass, da gute Ergebnisse im liberalisierten Marktumfeld in jedem Jahr wieder hart und neu erarbeitet werden müssten.<br />

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stadtwerke Hannover AG hat ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 968,7 Millionen Euro gesteigert. (Vorjahr: 822,7 Millionen Euro). Das Unternehmensergebnis verbesserte sich um 2,5 Millionen Euro von 83,2 Millionen Euro im letzten Jahr auf 85,7 Millionen Euro in 2002. Die Dividende für die außen stehenden Aktionäre beträgt 26,1 Millionen Euro. "Ich freue mich, dass wir auch das Geschäftsjahr 2002 mit einem guten Ergebnis abschließen konnten", kommentierte Dr. Erich Deppe, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG.

Bekenntnis zur sozialen Verantwortung

Damit die Weichen für die Zukunft richtig gestellt sind, wurde 2002 die Unternehmensplanung für die kommenden Jahre fortgeschrieben. Das Strategiepapier "Konzept 2007 - Die Stadtwerke Hannover AG auf dem Weg zur Nachhaltigkeit" definiert mittelfristig die Weiterentwicklung des Unternehmens. Dr. Deppe: "Neben der Erfüllung der ökonomischen Erwartungen unserer Eigner wie auch unserer Kunden und einer ökologischen Ausrichtung beinhaltet eine Konzeption der Nachhaltigkeit auch das Bekenntnis zur sozialen Verantwortung." Das laufende Geschäftsjahr 2003 soll nach Wunsch des Vorstandes eine Phase der Konsolidierung sein. Dr. Deppe: "Der Vergleich vorhandener Benchmarks und weiterer Kenngrößen zu anderen Unternehmen bestätigen uns eine gute Position im Marktumfeld. Als vordringlich Aufgabe sehen wir es daher an, diesen Status zu sichern."

Substanzverzehr im Stromnetz befürchtet

Die Wechselquote bei den Privatkunden erreichte im letzten Jahr 1,5 Prozent. Die Wechselquote bei den industriellen Großkunden im Netzgebiet der Stadtwerke Hannover lag bei zwei Prozent. Eine weiteres Aufgabenfeld stellt laut Bericht die Forderung nach einer drastischen Senkung der Netznutzungsentgelte durch Netznutzer, Händler und Kartellbehörden dar. Mittelfristig könnte dies dazu führen, dass beim Stromnetz ein gravierender Substanzverzehr eintritt, der zum einen die gewohnte hohe Versorgungssicherheit und zum anderen die wirtschaftliche Existenz dieser Unternehmenssparte bedrohe, heißt es im Geschäftsbericht weiter.

12 509 Gigawattstunden Strom in 2002 abgesetzt

In der Stromsparte betrug der Absatz im vergangenen Jahr insgesamt 12 509 Gigawattstunden. Diesem Absatz entsprechen Erlöse in Höhe von 509,8 Millionen Euro (im Vorjahr 341 Millionen Euro), einschließlich der Erlöse aus dem Energiehandelsgeschäft von 196,5 Millionen Euro. Innerhalb des eigenen Netzgebietes blieb der Absatz mit 3255 Gigawattstunden nahezu konstant. Außerhalb des eigenen Netzgebietes entfielen 1295 Gigawattstunden auf mittlere und große Indurstriekunden und 1577 Gigawattstunden bezogen erstmalig andere Energieversorger, um damit wiederum ihre Kunden bedienen zu können. Die Erlöse aus der Durchleitung Dritter im Netz der Stadtwerke Hannover betrugen 2,6 Millionen Euro gegenüber zwei Millionen Euro im Vorjahr.