Stadtwerke Hannover: Abschlussbericht der Einsparprogramme liegt vor

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com
Ist der liberalisierte Strommarkt mit seiner Tendenz zu günstigen Strompreisen der automatische Tod für energiesparende Programme? Die Antwort der Stadtwerke Hannover AG lautet: Im Prinzip nein, aber... Eine Tatsache ist, dass sich die Rahmenbedingungen für Energiesparangebote entscheidend verändert haben. Eine Finanzierung über allgemeine Strompreiserhöhungen, wie dies bei den Least-Cost-Planning (LCP*)Programmen in der Vergangenheit der Fall war, ist inzwischen nicht mehr realistisch. Aber auch im Wettbewerbsmarkt ist Raum für Energiesparprogramme. Dass das auch ohne regulative Eingriffe möglich ist, belegt die geringe Wechselbereitschaft der Kunden der Stadtwerke Hannover. Die unter dem Markennamen enercity angebotenen Produkte und (Dienst-)Leistungen werden von den Kunden akzeptiert und honoriert. Das Kundenverhalten bestätigt die Stadtwerke in ihrer Einschätzung, dass der Wettbewerb nicht nur eine Frage der Preise, sondern auch der Qualität, des Services und der Dienstleistungsangebote ist.


Nach der umfassenden Auswertung der Stromsparprogramme der vergangenen acht Jahre ziehen die Stadtwerke Hannover positive Bilanz des gesamten LCP-Projektes. Dr. Erich Deppe, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke und Promotor der LCP-Programme, resümiert: "Mit unseren drei neuen Stromprodukten haben wir die Erfahrung aus den LCP-Programmen aufgegriffen und marktkonform weiterentwickelt. Letztendlich entscheiden heute unsere Kunden, ob sie effizienzsteigernde Dienstleistungen und Produkte wollen. Sie wählen bewusst enercity & more oder enercity & care aus." 99 Prozent der Privatkunden beziehen aktuell die umweltfreundlichen Alternativen; für Deppe der Beleg, "dass wir einen zukunftsfähigen Weg eingeschlagen haben."


Beginn des LCP-Projektes 1992 haben die Stadtwerke ihren Privat- und Geschäftskunden insgesamt 14 Förderprogramme angeboten. Mit Zuschüssen von 10 bis 100 Mark konnten 51.000 private Kunden der Stadtwerke zum Kauf von Energiesparlampen und energiesparenden Kühl- und Gefriergeräten bewegt werden. Zudem wurde auch neuen Effizienztechniken zum Durchbruch verholfen. Insbesondere das Einsparprogramm "Stand-by frisst Strom" hat die Verbraucher sensibilisiert und zu einem Bewusstseinswandel geführt. Der Stromverbrauch in Hannover verringert sich jährlich um 19 Gigawattstunden (GWh), was dem Jahresverbrauch von etwa 9.000 Haushalten entspricht. Damit werden gleichzeitig 16.215 Tonne Kohlendioxyd (CO2) pro Jahr eingespart.


Der Abschlussbericht kann unter der Fax-Nr. 0511/430-2024 bestellt werden. Hier finden Interessenten auch die neuen Energiespar- und Serviceangebote beschrieben.