Gesetzliche Vorschriften

Stadtwerke Frankfurt (Oder) gründen Netzgesellschaft

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften gründen die Stadtwerke Frankfurt (Oder) bis zum 1. Juli eine Netzgesellschaft als Betreiber des Strom- und Gasnetzes. Diese sei eine 100-prozentige Tochtergesellschat des Mutterkonzerns. Derzeit werden interne Prozesse des Unternehmens neu definiert, so der Energieversorger.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Oder (red) - Ausgehend von den gesetzlichen Gegebenheiten sind die Stadtwerke Frankfurt (Oder) verpflichtet, ihre Netzaktivitäten Strom und Erdgas von Erzeugung, Handel und Vertrieb zu trennen. Diese Aussage wird auch durch ein Gutachten von EversheimStuible aus dem Jahr 2006 gestützt, bei dem verschiedene Umsetzungsmodelle untersucht wurden. Im Ergebnis dessen ist vorgesehen, das Strom- und Erdgasnetz in eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke auszugliedern. Bereits im Geschäftsjahr 2005 begannen die Stadtwerke Frankfurt (Oder) mit der Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtungen zum Unbundling.

Bis zum 1. Juli 2007 werden die Stadtwerke eine Netzgesellschaft gründen, die als Betreiber für das Strom- und Gasnetz und als zentraler Ansprechpartner für die Kunden in allen Netzangelegenheiten fungieren wird. Zur Vorbereitung der Gründung der Netzgesellschaft werden zahlreiche interne Prozesse neu definiert, um bei der Neuausrichtung sowohl Versorgungssicherheit als auch Erlössicherung, Effizienzerhöhung und Kostenoptimierung zu gewährleisten, so der Energieversorger. Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) befinden sich derzeit in der aktiven organisatorischen Umsetzung.

"Die neue Gesellschaft nimmt als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke die vom Gesetzgeber festgelegten Aufgaben eines unabhängigen Netzbetreibers wahr. Für die Kunden wird die Veränderung nicht spürbar sein, Anlaufpunkt vor Ort bleibt das Kundencentrum.", so Irene Ambraßat, kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtwerke.