In Schleswig-Holstein

Stadtwerke Flensburg versorgen 30 Gemeinden

Neben Rathäusern und Schulen erhalten auch Feuerwehren und Altenwohnheime im nördlichsten Bundesland ihren Strom aus der nördlichsten Stadt Deutschlands. In Kappeln werden sogar die Steckdosen des Fischereihafens mit Flensburger Strom versorgt. Der Auftrag hat eine Volumen von zehn Gigawattstunden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Flensburg (red) - Ab 2005 erhalten 30 Gemeinden und Verbände in ganz Schleswig-Holstein ihren Strom aus Flensburg. Dies ist das Ergebnis der erstmaligen "Sammelausschreibung" für die Stromversorgung öffentlicher Gebäude in Schleswig-Holstein. Da ihr Angebot attraktiv war, erhielten die Stadtwerke Flensburg den Zuschlag für 30 der insgesamt 82 ausgeschriebenen "Lose". Das Volumen des Auftrages für die Stadtwerke Flensburg beträgt etwa zehn Gigawattstunden.

Neben Rathäusern und Schulen erhalten auch Feuerwehren und Altenwohnheime im nördlichsten Bundesland ihren Strom aus der nördlichsten Stadt Deutschlands. In Kappeln werden sogar die Steckdosen des Fischereihafens mit Flensburger Strom versorgt.

Die "Stromsammelausschreibung" erfolgte in der gesamten Europäischen Union im März dieses Jahres. Federführend für den internationalen Stromvergabe-Wettbewerb war die KUBUS Kommunalberatung und Service GmbH (Schwerin/Kiel). Nachdem 2003 klar war, dass die E.ON Hanse sämtliche Rahmenverträge mit den Kommunen kündigen würde, war die Bündelung des Strombedarfes das Ziel der Kommunen, um günstigere Preise als bei Einzelausschreibungen erzielen zu können. Die Stromkosten aller ausgeschriebenen Lose liegen 2005 und 2006 durchschnittlich 14 Prozent unter dem Aufwand für 2004.