Bekanntgabe

Stadtwerke Flensburg beteiligen sich an Lünener Kraftwerks-Neubau

Die Stadtwerke Flensburg wollen sich an dem Kraftwerks-Neubauprojekt der Trianel in Lünen beteiligen, und zwar mit maximal 8,3 Millionen Euro. Damit würde sich der Energieversorger eine "20-MW-Kraftwerksscheibe" am Lünener Gemeinschaftsprojekt sichern.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Flensburg (red) - Die "Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk mbH & Co. KG" will bis zum Jahr 2012 ein neues 890-Megawatt-Steinkohlekraftwerk zur Stromerzeugung in Lünen erstellen. Die Trianel ist eine Kooperation unabhängiger Stadtwerke, die mit unterschiedlichen Anteilen an der Planungs- und Projektphase des neuen Kraftwerks beteiligt sind. Alle Stadtwerke wollen entsprechend ihrer Beteiligung Anteile an dem fertigen Kraftwerk erwerben. Die Stadtwerke Flensburg wollen sich einen Anteil von 20 Megawattstunden oder etwas mehr als zwei Prozent an der neuen Stromerzeugungsanlage sichern.

Die Investitionssumme der Flensburger für die Projekt- und Genehmigungsphase beträgt rund 1,8 Millionen Euro, das Gesamtbudget für den Erwerb einer "20-MW-Kraftwerksscheibe" soll maximal 8,3 Millionen Euro betragen. Wenn alle Genehmigungen rechtzeitig eintreffen, rechnen die zukünftigen Kraftwerkseigentümer mit dem Baubeginn im 2. oder 3. Quartal 2008. Welches Unternehmen den Bau des Kraftwerks übernimmt, stehe noch nicht endgültig fest.

Der Bau neuer Kraftwerke boomt zurzeit in Deutschland. Aufgrund der Altersstruktur gehen in den kommenden Jahren große Teile der deutschen Kraftwerke aus Altersgründen vom Netz. Bis 2020 müssen rund 50 Prozent der gesamten Stromerzeugungskapazität durch neue Kraftwerke ersetzt werden, um die Versorgungssicherheit in der Stromversorgung aufrechterhalten zu können. Die Stadtwerke Flensburg halten aufgrund dessen einen Kraftwerksneubau zum jetzigen Zeitpunkt für günstig.

Das Kraftwerk ist den Angaben zufolge so konzipiert, dass es einen wesentlichen Beitrag zur umweltschonenden Stromerzeugung leistet. Dazu soll beispielsweise ein elektrischer Netto-Wirkungsgrad der Kraftwerkstechnologie von über 45 Prozent beitragen. Dies würde eine Senkung der CO2-Emissionen um mindestens 20 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von älteren Steinkohlekraftwerken, wie sie heute in Deutschland betrieben werden, bedeuten.