Neue Wege

Stadtwerke Duisburg und Essen beschließen umfassende Kooperation

Um Synergien besser zu nutzen und im Wettbewerb bestehen zu können, wollen die Ruhrgebietstadtwerke Duisburg und Essen künftig stärker zusammenarbeiten. Erstes konkretes gemeinsames Projekt ist die gemeinsame Gesellschaft für Messleistungen Rhein-Ruhr mbH (GMR).

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Duisburg/Essen (red) - Die Stadtwerke Duisburg AG und die Stadtwerke Essen AG wollen auf allen Ebenen zusammenarbeiten und haben daher eine umfassende Kooperation zur Schaffung und Nutzung wirtschaftlicher Synergien vorgestellt. "Wir wollen im Wettbewerb künftig noch besser bestehen", erläuterte Adolf Sauerland, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Duisburg AG.

Mit der Kooperation, die als erstes konkretes Projekt die gemeinsame Gesellschaft für Messleistungen Rhein-Ruhr mbH (GMR) hervorbringt, wollen die Unternehmen auf die veränderten Rahmenbedingungen der kommunalen Versorgungswirtschaft und den verschärften Wettbewerb reagieren, ergänzte der Essener Aufsichtsratsvorsitzende Franz-Josef Britz. "Die Zukunft der Stadtwerke liegt auch zu wesentlichen Teilen in interkommunalen Kooperationen", zeigte er sich überzeugt.

Das gemeinsame Unternehmen GMR wird künftig die Messleistungen für insgesamt 327 000 Strom-, 170 000 Gas- und 172 000 Wasserzähler sowie knapp 32 000 Zähler zur Erfassung des Wärmeverbrauchs in Duisburg und Essen erbringen. Britz: "Darüber hinaus werden für beide Partner Markt- und Wettbewerbsrisiken sowie Kostenrisiken reduziert."

"Wir verfolgen den Kooperationsgedanken aus tiefster Überzeugung und sehen die ersten Ergebnisse bereits als eindeutige Bestätigung für diesen Weg an", erläuterte der Essener Vorstandsvorsitzende Dr. Bernhard Görgens. Der Duisburger Stadtwerke-Vorstand, Dr. Hermann Janning, hob besonders den Know-how-Transfer innerhalb der Kooperation hervor und warb zugleich um weitere Kooperationspartner. "Wer als Energieversorger künftig unter den sich stetig verschärfenden Wettbewerbsbedingungen bestehen will, muss begreifen, dass er sich von lieb gewonnenen Praktiken verabschieden und neue Wege gehen muss."