Initiative

Stadtwerke Düsseldorf bieten Neuss und Krefeld Kooperation an

Die Stadtwerke Düsseldorf haben den Versorgungsunternehmen ihrer beiden Nachbarstädte die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft vorgeschlagen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll dadurch ein "starker Energieversorger am Niederrhein" geschaffen werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - "Mit unserem Angebot wollen wir unabhängig der Größenunterschiede der Stadtwerke Krefeld, Neuss und Düsseldorf ein Gleichgewicht unter den Beteiligten schaffen. So bündeln wir in unserem Balancemodell nicht nur die jeweiligen Stärken zum Vorteil aller - wir integrieren auch die Interessen der Partner", erläutert Markus F. Schmidt, Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, die Initiative seines Unternehmens.

In eine gemeinsame Gesellschaft könnte Krefeld die SWK Energie, SWK Netze und SWD Aqua einbringen, Neuss die SW Neuss Energie und Wasser und die Stadtwerke Düsseldorf eine sogenannte Kraftwerksscheibe (Stromerzeugungskapazität), eine Bareinlage oder einen noch zu erwerbenden Anteil an den Stadtwerken Krefeld. An dieser Gesellschaft würden die Stadtwerke Krefeld 50 Prozent der Anteile halten, die restlichen 50 Prozent würden bei einem ebenfalls noch zu gründenden, gemeinsamen Unternehmen der Stadtwerke Düsseldorf und der Stadtwerke Neuss liegen, an dem beide Partner paritätisch beteiligt wären.

"In beiden möglichen Organisationen ergibt sich so ein kommunaler Anteil von mindestens 50 Prozent. Gleichzeitig würde die Gruppe über eigene Kraftwerkskapazitäten und genug finanzielle Mittel verfügen, um weitere Versorgungsunternehmen am Niederrhein zu beteiligen und so weiter zu wachsen", beschreibt Schmidt die Perspektiven des Modells.

Im Mai sagte der neu gewählte Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Düsseldorf, EnBW-Chef Utz Claassen, eine Partnerschaft oder Beteiligung der Düsseldorfer an der Stadtwerke Krefeld AG stehe "ganz oben auf der Prioritätenliste" der Tochtergesellschaft der EnBW. "Nachdem die Krefelder Seite die Vorteile und Synergien ja bereits avisiert hat, wäre es wohl fahrlässig, dem nicht näher nachzugehen", fügte Claasen hinzu.

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