Stadtwerke Detmold senken Strompreise

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Die vor geraumer Zeit von den Stadtwerken Detmold angekündigte Strompreissenkung zum 1. November 1999 ist beschlossene Sache: Gestern Abend hat der Aufsichtsrat dem neuen Preissystem zugestimmt. Damit senken die Detmolder Stadtwerke bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Strompreise für Haushalte und Kleinabnehmer in Detmold.


Der bisherige Tarif für Privatkunden wird durch das neue S-M-L-Preissystem abgelöst. Dabei steht "S" für "small", "M" für "medium" und "L" für "large". Kunden mit einem Jahresverbrauch bis zu 2142 Kilowattstunden zahlen ab dem 1. November im S-Tarif einen Arbeitspreis von 27,84 Pfennig je Kilowattstunde und einen monatlichen Grundpreis in Höhe von 5,22 Mark.


Für Haushalte und Kleinabnehmer, deren Jahresverbrauch zwischen 2143 und 10.800 Kilowattstunden liegt, wird der M-Tarif angewandt. Der Arbeitspreis liegt hier bei 19,72 Pfennig je Kilowattstunde, der monatliche Grundpreis wiederum bei 19,72 Mark.


Bei einer jährlichen Abnahmemenge von mehr als 10.801 Kilowattstunden greift der L-Tarif mit einem Arbeitspreis von 19,14 Pfennig je Kilowattstunde und einem monatlichen Grundpreis von 24,94 Mark. Alle Preise verstehen sich inklusive Öko- und Mehrwertsteuer.


Durch die Strompreissenkung der Stadtwerke zum 1. November dieses Jahres reduzieren sich die Jahresstromkosten etwa bei einer jährlichen Verbrauchsmenge von 4000 Kilowattstunden um 14,5 Prozent. Bereits zum 1. Juni 1999 hatte sich der Strompreis bei dieser Jahresverbrauchsmenge um 5,5 Prozent verringert. Auf ein volles Jahr gerechnet, bedeuten beide Reduzierungen eine Entlastung von rund 245 Mark. Damit gehört der Detmolder Regionalversorger zur bundesweiten Spitze der preisgünstigsten Anbieter.


"Lediglich zu Yello Strom und PreussenElektra besteht für einige Kunden noch eine geringe Preisdifferenz. Dagegen liegen die Preise der Stadtwerke für Haushalte mit einem geringen Stromverbrauch sogar spürbar unter dem Niveau der bundesweit anbietenden Stromkonzerne", kommentierte Stadtwerke-Geschäftsführer Detlef Masny. "Wettbewerbsentscheidend" seien neben günstigen Tarifen aber auch ein kompetenter und freundlicher Service vor Ort, Zuverlässigkeit in der Versorgung sowie attraktive Zusatzangebote. Zur jüngsten Diskussion um den Schutz von Stadtwerken vor den Auswirkungen des Wettbewerbes haben die Detmolder Stadtwerke nur folgenden Kommentar: "Ausgebrochener Wettbewerb lässt sich ebenso wenig zurückdrängen wie Zahnpasta in die Tube".