Stadtwerke Cottbus handeln an der LPX

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Das Schweriner Handelshaus Energieunion AG hat am vergangenen Freitag erstmals ein Gebot der Stadtwerke Cottbus an der LPX Leipzig Power Exchange ausgeführt. Nach eigenen Angaben ist die Energieunion damit eines der ersten Dienstleistungsunternehmen Deutschlands, welches aus dem Netzgebiet der VEAG-Vereinigte Energiewerke AG heraus Überschussmengen eines ostdeutschen Stadtwerkes über die Strombörse am Markt verkaufen konnte. Das wöchentlich zu handelnde Stromvolumen aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird sich im Gigawattstunden-Bereich bewegen.


"Wir bieten unseren Zugang zur LPX als Dienstleistung für vorwiegend mittlere und kleinere Stromerzeuger an", erläutert Dr. Wulf Lammert, Vorstand der Energieunion AG, das neue Engagement. "Denn für eine Vielzahl dieser Energieerzeuger ist der in eigener Verantwortung betriebene Börsenhandel viel zu aufwendig." Sein Unternehmen verfüge bereits seit über einem Jahr über einen im Stromhandel aktiven Trading-Floor und biete über diesen den Stadtwerken nicht nur den Zugang zum Börsenhandel sondern auch die Portfoliooptimierung im bilateralen OTC-Geschäft an. Mittelfristig werde das Unternehmen sowohl Strom- als auch Gashandelsgeschäfte als Dienstleistung anbieten.


Die Energieunion AG ist seit 1996 im Energiemarkt aktiv. Die Aktionäre sind die Stadtwerke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Cottbus, sowie der größte vollständig private Stromhändler Skandinaviens, die Hafslund ASA aus Oslo.