Ausgezeichnet

Stadtwerke Bielefeld: Als "familienfreundlich" zertifiziert

Die Stadtwerke Bielefeld wurden jetzt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung für familienfreundliche Unternehmenspolitik mit dem Zertifikat "Audit Beruf und Familie" ausgezeichnet. Mit einer Reihe von Maßnahmen bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern Möglichkeiten für die Vereinbarkeit beider Lebensbereiche.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bielefeld (red) - In Berlin übergaben Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos das Zertifikat, dass seit 1999 verliehen wird, an Stadtwerke-Personalchef Volker Wilde und die Gleichstellungsbeauftragte Karin Schrader.

Von Februar bis Mai 2006 hatte eine Expertin die erfolgten und geplanten Maßnahmen der Stadtwerke Bielefeld zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Bei der Fülle vorhandener Maßnahmen – Teilzeitmodelle, Beurlaubung für Eltern, Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder von Stadtwerke-Mitarbeitern auch außerhalb der gewöhnlichen KiTa-Zeiten – war es aber gar kein Problem, das Zertifikat zu erhalten", erzählt Karin Schrader. "Im Gegenteil: Man war überrascht, wie viele familienfreundliche Maßnahmen wir bereits umgesetzt haben."

Personalchef Wilde sieht hier auch betriebswirtschaftliche Notwendigkeit: "Wir investieren viel in die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir möchten sie, vor allem die Frauen, nicht verlieren, nur weil sie Beruf und Familie nicht miteinander vereinbaren können. Wenn wir den jungen Eltern hier helfen, stehen sie uns mit ihrem Fachwissen früher wieder zur Verfügung. Auch ist in Betrieben mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwiesenermaßen die Fehlzeitenquote deutlich niedriger als sonst".

Die Zertifizierung durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung, die in den nächsten drei Jahren überprüft wird, bestärkt die Verantwortlichen bei den Stadtwerken Bielefeld darin, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. So will man Teilzeitbeschäftigung auch in Führungspositionen fördern und weitere Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellen. Auch über eher ungewöhnliche Maßnahmen denkt man nach: ein Service-Netzwerk von Stadtwerke-Rentnern oder einen Babysitter-Pool von Auszubildenden.