Studie

Stadtwerke bauen mehr eigene Kraftwerke

Über ein Viertel der deutschen Stadtwerke plant einer Studie zufolge den Bau eines eigenen Kraftwerkes oder zumindest eine Beteiligung an einem Kraftwerk. Damit bleibe dieser Anteil auch in Zukunft ähnlich hoch wie gegenwärtig, zitierte der VDEW heute aus einer aktuellen Studie.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Über ein Viertel der deutschen Stadtwerke plant zur Zeit, ein eigenes Kraftwerk zu bauen oder sich an einem Kraftwerks-Neubau zu beteiligen. Das ergab eine Untersuchung der Unternehmensberatung Ernst & Young und des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

"Der Stromerzeugungsmarkt ist inzwischen auch für neue Anbieter interessant geworden", erklärte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Über ein Viertel der gegenwärtig geplanten beziehungsweise im Bau befindlichen Kraftwerke gehe auf Aufträge aus dem Bereich der Stadtwerke und regionalen Energieversorger zurück.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Die Strombörse in Leipzig werde in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. 45 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie künftig von dort einen Teil ihres Stroms beziehen wollen. "Mit der Leipziger Strombörse haben viele Energieversorger die Möglichkeit, ihre Preise flexibler zu gestalten und ihren Kunden eine günstige Stromversorgung zu bieten", stellte Meller fest.

Gegenwärtig produzieren laut Studie elf Prozent der Stadtwerke Strom in eigenen Erzeugungsanlagen. Weitere zehn Prozent würden gemeinsam mit anderen Elektrizitätsunternehmen ein Kraftwerk betreiben. Drei Viertel der Unternehmen unterhalten dagegen nach VDEW-Angaben keine eigenen Kraftwerke oder sind an anderen Stromerzeugungsanlagen beteiligt.