Vorbildlich

Stadtverwaltung Gelsenkirchen spart Energie

Energieverbrauch gesenkt, Finanzmittel eingespart, Kohlendioxid-Ausstoß reduziert. So ließe sich die Bilanz eines Energiesparprojektes der Stadtverwaltung Gelsenkirchen in Kurzform zusammenfassen. Von Mitte 2003 bis Ende 2004 konnte die Kommune Einsparungen von 56 000 Euro verzeichnen.

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Gelsenkirchen/Wuppertal (red) - Seit 2001 arbeiten die städtischen Angestellten daran, ihren Energieverbrauch am Arbeitsplatz gezielt zu senken und sparsames Nutzerverhalten in den kommunalen Alltag einzubeziehen.

Jetzt konnten sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Baranowski ihre Erfolge feiern und gleichzeitig die "Einspar-Dividende" auszahlen: 3300 Euro erhielt der Kinderschutzbund Gelsenkirchen als Spenden-Scheck. Geehrt wurden zudem die Sieger des verwaltungsinternen Energiequiz, bei dem die Mitarbeiter diverse Schiffs- und Wochenendreisen sowie 18 Fortbildungsgutscheine bei der Volkshochschule gewinnen konnten.

Im ersten Bearbeitungszeitraum von Mitte 2003 bis Ende 2004 konnte die Kommune Einsparungen von 56 000 Euro verzeichnen. Der Verbrauch für das Jahr 2005 wird derzeit noch ausgewertet. 40 Prozent der eingesparten Mittel wurden in die beteiligten Liegenschaften reinvestiert, 30 Prozent gingen als Honorarkosten an ein externes Energiebüro, das Know-how bei der Projekt-Umsetzung lieferte. 15 Prozent flossen zurück in den städtischen Haushalt. Die verbleibenden 15 Prozent sollten laut Beschluss des Arbeitskreises zu gleichen Teilen dem Kinderschutzbund und den Gewinnern des Mitarbeiter-Quiz zugehen.

Initialzündung für das langfristige Einsparprojekt war die sogenannte Aktionswoche E-fit der Energieagentur NRW, die in 2001 im Rathaus Buer stattgefunden hatte. Um bis zu 15 Prozent können größere Verwaltungseinheiten ihre Energiekosten problemlos und ohne Komfortverlust senken, so die Erfahrungen der Energieagentur NRW.