RWE-Pläne

Stadt Neuwied gegen Kohlekraftwerk in Mülheim-Kärlich

Der Neuwieder Oberbürgermeister Nikolaus Roth (SPD) hat sich gegen Pläne des Energiekonzerns RWE ausgesprochen, auf dem Gelände des ehemaligen AKW Mülheim-Kärlich ein Steinkohlekraftwerk zu errichten. Dies verunsichere die Menschen im Raum Neuwiedund schade dem Wirtschaftsraum, so Roth.

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Neuwied (ddp-rps/sm) - RWE hatte zuvor erklärt, die Option auf ein Steinkohlekraftwerk am Standort Mülheim-Kärlich offen halten zu wollen.

Begrüßt wurde von Roth dagegen die Absicht von RWE, auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks kein Zwischenlager einzurichten, sondern den radioaktiven Restmüll in das Endlager "Schacht Konrad" bei Salzgitter zu bringen. Gerichtliche Auseinandersetzungen könnten so vermieden werden, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadt Neuwied habe einen Anspruch darauf, dass das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand, also "eine grüne Wiese", zurückversetzt werde.

Neuwied hatte gegen das AKW Mülheim-Kärlich geklagt und im Jahr 1988 vor dem Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen. Der Reaktor musste daraufhin nach einer Betriebsdauer von nur 13 Monaten abgeschaltet werden. Nach Angaben von RWE dauert der Rückbau des Atomkraftwerks voraussichtlich bis 2015.