Ausstieg

Stade wird im kommenden Herbst abgeschaltet

Als erstes deutsches Atomkraftwerk wird der Meiler Stade im Herbst 2003 abgeschaltet. Darauf haben sich laut Berliner Zeitung die Betreiber E.ON und Vattenfall geeinigt. Es ist quasi der erste Akt des im Juni 2000 von der rot-grünen Bundesregierung mit den Kraftwerksbetreibern ausgehandelten Atomausstieg.

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Im Herbst 2003 wird mit dem Atomkraftwerk Stade das erste deutsche Kernkraftwerk abgeschaltet. Damit wird der im Juni 2000 beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie erstmals in die Tat umgesetzt.

Laut Berliner Zeitung haben sich E.ON und Vattenfall jetzt darauf geeinigt, den zweitältesten Atommeiler Deutschlands ein Jahr früher als geplant abzuschalten. Laut Atomausstieg hätte Stade noch bis 2004 weiterlaufen können. Dann jedoch hätten die Betreiber Zeitprobleme mit den abgebrannten Brennstäben bekommen, den diese dürfen ab Juli 2005 nicht mehr zum Wiederaufarbeiten ins Ausland transportiert werden. Alternative wäre der Bau eines Zwischenlagers gewesen, dass die Unternehmen jedoch als zu teuer befanden, schreibt die Berliner Zeitung weiter. Die verbleibende Restlaufzeit kann jetzt auf ein anderes Atomkraftwerk übertragen werden.