IPCC-Klimabericht

Staatssekretär Müller: "Wir müssen schnell handeln"

Der Weltklimarat IPCC hat am Wochenende in Valencia den vierten Teil des Weltklimaberichtes verabschiedet. "Die Ergebnisse der Wissenschaft sind unmissverständlich", kommentiert Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Wir müssen schnell und entschlossen handeln, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten", so Müller weiter. Die Politik müsse bei der UN-Klimakonferenz in Bali ein starkes Signal senden, ein klares Mandat für den Beginn von Verhandlungen zu einem umfassenden Klimaschutzregime auf der Grundlage des Kyoto-Protokolls sei nötig. Der IPCC habe deutlich gemacht, "dass wir bis 2015 die Wende schaffen müssen."

Der Synthesebericht fasst die Inhalte der bereits im ersten Halbjahr 2007 veröffentlichten Teilbände zusammen. Die Kernpaussagen sind, dass die Klimaänderung stattfindet , die Folgen spürbar sind und ohne schnelles Gegensteuern unkontrollierbare Risiken drohen. Weiter sagt der Bericht, dass die Menschheit die Instrumente in der Hand hat, um die Risiken zu mindern. Mit geeigneten Politiken und einem effektiven internationalen Klimaregime könne es gelingen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um mindestens die Hälfte gegenüber dem Basisjahr 1990 zu reduzieren.

Erstmals benenne der IPCC klar die Risiken, die drohen, wenn die globale Erwärmung weiter steigt: Bei einem Anstieg um 1-2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten drohen ernsthafte Risiken für viele einzigartige und bedrohte Ökosysteme. Bei einem Anstieg der globalen Erwärmung um mehr als etwa 2,5 Grad wären 20-30 Prozent der Arten weltweit vom Aussterben bedroht. Außerdem drohen dann die polaren Eiskappen abzuschmelzen. Das könnte zu einem schnelleren Anstieg des Meeresspiegels über die nächsten Jahrhunderte führen.