Bestechungsvorwurf

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Dong Energy ein

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat ihre Ermittlungen gegen den dänischen Kraftwerksbetreiber Dong Energy wegen des Vorwurfs der Bestechung eingestellt. Eine entsprechende Konzernmeldung hat Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg auf ddp-Anfrage bestätigt. Es bestehe kein hinreichender Tatverdacht.

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Stralsund (ddp-nrd/sm) - Nicht nachweisbar sei vor allem der Vorwurf des Lubminer Bürgermeisters Klaus Kühnemann (Wählergemeinschaft), der in einer Fernsehsendung von einem angeblichen Bestechungsangebot eines Dong-Mitarbeiters Anfang Dezember 2007 berichtet hatte. Zudem seien auch die Ermittlungen in Verbindung mit einer Ende März 2008 erstatteten Anzeige gegen den Greifswalder Dong-Projektdirektor wegen falscher Angaben in einer Informationsbroschüre eingestellt worden.

Dong-Vorstandschef Anders Eldrup reagierte erleichtert auf die Verfahrenseinstellung. Unter den Vorwürfen hätten vor allem betroffene Mitarbeiter des Konzerns gelitten, sagte er. Nun richte man den Blick wieder in die Zukunft.

Der Energiekonzern Dong Energy plant in Lubmin den Bau eines Steinkohlekraftwerks mit zwei Blöcken mit jeweils 800 Megawatt Leistung. Das rund zwei Milliarden Euro teure Kraftwerk soll 2012 ans Netz gehen und gilt wegen möglicher Umweltauswirkungen als umstritten.