Preismanipulation

Staatsanwaltschaft prüft Verfahren gegen EEX und Stromkonzerne

Nach den Vorwürfen der Preismanipulation gegen die Strombörse EEX und deutsche Energiekonzerne hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Vorermittlungen aufgenommen. Ob es ein offizielles Ermittlungsverfahren geben wird, sei derzeit noch nicht klar, sagte ein Behördensprecher in Leipzig auf ddp-Anfrage.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp/sm) - Der Sachverhalt sei sehr umfangreich und kompliziert. In dem von der EEX selbst angestrengten Verfahren wegen Verrats von Betriebsgeheimnissen liefen die Ermittlungen weiter, ein Ergebnis sei noch nicht absehbar.

Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht als zuständige Aufsichtsbehörde erklärte, man prüfe ebenfalls die umstrittenen Handelsdaten der EEX auf Auffälligkeiten. Das Problem hoher Strompreise und möglicherweise intransparenter Handelsvorgänge liege aber vermutlich eher bei den beteiligten Unternehmen und nicht im EEX-Handel selbst.

Mitte März waren Vorwürfe laut geworden, einzelne große Stromkonzerne missbrauchten ihre Marktmacht, um an der EEX mit einem manipulierten Handel höhere Preise zu erzielen. EEX wie auch Konzerne wiesen die Anschuldigungen zurück. Heute will die Strombörse in Leipzig ihre Bilanz für das Jahr 2006 vorstellen.