Bilanzverschleierung

Staatsanwaltschaft nimmt EnBW-Chef Claassen ins Visier

Die Staatsanwaltschaft in Mannheim schließt in ihre Ermittlungen gegen den ehemaligen EnBW-Chef Goll wegen möglicher Bilanzverschleierung auch den jetztigen EnBW-Vorstand Utz Claassen mit ein. Es werde eine mögliche "Verantwortlichkeit" geprüft, heißt es. Von Ermittlungen zu sprechen, wäre jedoch verfrüht.

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Mannheim (ddp/sm) - Bei ihren Ermittlungen gegen den ehemaligen EnBW-Chef Gerhard Goll wegen Bilanzverschleierung nimmt die Staatsanwaltschaft Mannheim nun auch dessen Nachfolger Utz Claassen ins Visier. In dem Komplex werde eine mögliche "Verantwortlichkeit" Claassens geprüft, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag auf ddp-Anfrage. Es wäre jedoch verfrüht, von Ermittlungen oder Vorermittlungen gegen Claassen zu sprechen.

Claassen hatte nach seinem Amtsantritt am 1. Mai 2003 Goll vorgeworfen, die finanzielle Lage von EnBW beschönigt dargestellt zu haben. Goll hatte die Beschuldigungen stets bestritten.