Keine Kompromisse in Sicht

Spitzengespräch: Netzagentur will Stromnetzverzinsung senken

Bundesnetzagentur und Vertreter der Energiewirtschaft haben in der vergangenen Woche ein Spitzengespräch mit massiven Meinungsverschiedenheiten ergebnislos abgebrochen. Es geht um die Verzinsung bestehender Stromnetze, die Agentur-Chef Kurth von 6,5 auf 3 Prozent halbieren will.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg/Berlin (red) - Die Forderung von Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurt, die Verzinsung auf bestehende Stromnetze von momentan 6,5, auf drei Prozent zu senken, sorgt offensichtlich für erhebliche Unruhe in der Strombranche. Ein Spitzengespräch zwischen hochrangigen Vertretern der Konzerne und der Bundesnetzagentur wurde laut "Spiegel" vergangene Woche ohne Ergebnis abgebrochen.

Würde sich Kurth mit seiner Forderung durchsetzen, wären kommunale Betriebe kaum noch in der Lage, andere Bereiche wie etwa den Nahverkehr zu finanzieren, werden Stadtwerkevertreter in dem Bericht zitiert. Die großen Unternehmen sagten, sie müssten unter diesen Bedingungen die auf den Energiegipfel mit Angela Merkel getroffenen Investitionszusagen überdenken. Zu Kompromissen zeigte sich offenbar keine Seite bereit.

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