Prognose

"Spiegel": Windkraft deckt 2020 Strombedarf von Schleswig-Holstein

Das Nachrichtenmagazin will erfahren haben, dass das Land Schleswig-Holstein in 13 Jahren mehr Strom aus Windkraft produziert als es selbst brauchen wird. 2020 könnten demnach rund zwölf Terawattstunden Strom aus Offshore-Windkraftanlagen erzeugt werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Schleswig-Holstein wird einer Studie zufolge 2020 Strom aus erneuerbaren Energiequellen über den Eigenbedarf hinaus produzieren. Das geht laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus einem Grünbuch hervor, das der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) derzeit von Experten erstellen lässt.

Demnach soll das nördlichste Bundesland in 13 Jahren zwölf Terrawattstunden Strom aus Offshore-Windkraftanlagen erzeugen. Weitere 8,5 Terrawattstunden würden mit Anlagen an Land gewonnen. Hinzu kommt den Angaben zufolge etwa eine Terrawattstunde aus der Nutzung von Biomasse. Dadurch werde der prognostizierte Landesbedarf von 16 Terrawattstunden weit überschritten.

Die Kohlendioxid-Emissionen des Landes sollen dennoch nicht sinken, sondern steigen. Grund ist dem Bericht zufolge die Abschaltung von Atomkraftwerken und deren Ersatz durch Steinkohlekraftwerke, die vergleichsweise viel Kohlendioxid ausstoßen. Die Steinkohlekraftwerke sind nötig, um Schwankungen bei der Stromproduktion durch Windkraftanlagen auszugleichen.