Schlechte Qualität

Spiegel: Versorger verdünnten Gas mit Luft

Ein sinkender Gasverbrauch und die steigende Zahl von Gasanschlüssen haben eine Senkung des Durchleitungsvolumens zur Folge. Damit reduziert sich der Gasdruck, was wiederum nicht gut für den einwandfreien Betrieb von Heizungen oder Herden ist. Daher verdünnen die Versorger laut "Spiegel" den Energieträger.

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Hamburg (red) - Einem Bericht von "Spiegel-Online" vom Wochenende zufolge, verdünnen deutsche Energieversorger aus dem Ausland importiertes Erdgas in größerem Umfang mit Zusatzstoffen wie Luft oder Flüssiggas-Luft-Gemischen. Dadurch steige der Verbrauch, zitiert das Blatt einen Vertreter des Bundesindustrieverbands Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik.

Nötig werde diese Vorgehensweise, weil durch den sinkenden Gasverbrauch pro Haushalt und die steigende Zahl der Gasanschlüsse in Deutschland das Durchleitungsvolumen insgesamt sinke. Damit reduziere sich der Gasdruck. Da Heizungen oder Herde jedoch einen gleichbleibenden Gasdruck benötigten, erhöhten die Versorger laut Verband den Druck mit Zusatzstoffen. Damit reduziere sich jedoch auch der Heizwert des Gases. Folge: Die Verbraucher zahlten für qualitativ schlechteres Gas einen höheren Preis.

Wie "Der Spiegel" weiter berichtet, ist das nicht die erste Ungereimtheit, die in der Gasbranche aufgedeckt wurde. Schon 1989 seien einige kommunale Unternehmen aufgeflogen, weil sie mehr Gas an ihre Kunden verkauften, als sie selbst von ihrem Lieferanten bezogen hatten.

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