Braunkohle-Tagebau

Spiegel: Studie zur Spree-Belastung wird zurückgehalten

Um den Braunkohle-Tagebau und die Verunreinigung der Spree besteht seit Jahren ein Streit zwischen Umweltschützern, Politikern und Bergbaufirmen. Laut dem Magazin "Spiegel" besteht zu der Sulfatbelastung des Flusses eine neue Studie, die der Bund aber bisher aber unter Verschluss hält.

Kohleförderung© coolibri / Fotolia.com

Hamburg (red) – In der Studie, die bisher noch nicht öffentlich gemacht wurde, geht es dem Spiegel zufolge hauptsächlich um die Verantwortung für die Sulfatbelastung der Spree und die Rolle des Braunkohlebergbaus bei den erhöhten Werten. Laut dem Magazin wurde die Studie von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in Auftrag gegeben. Die Gesellschaft steht im Mittelpunkt eines Streits darüber, wer für die Folgen der Verunreinigung des Flusses und des daraus gewonnenen Trinkwassers aufkommen soll. Zur Diskussion steht dabei auch die Reaktivierung eines Wasserwerks, mit der das Wasser wieder gesäubert werden könnte.

Studie: Vattenfall trägt eine höhere Verantwortung

Dem Spiegel-Bericht zufolge zeigt die Studie, dass die Verantwortung des Energiekonzerns Vattenfall deutlich höher ist als bisher angenommen. 63 Prozent der giftigen Einträge seien auf den Kohleabbau des Konzerns im Süden Brandenburgs zurückzuführen. Die LMBV sei zu 17 Prozent durch die Sanierung alter Tagebaue an der Sulfatbelastung der Spree mitverantwortlich.