Rettungsversuch

"Spiegel": E.ON wird Einstieg bei Enel empfohlen

Im Übernahmekampf um den größten spanischen Versorger Endesa könnte es offenbar schon bald eine spektakuläre Wende geben. Laut einem Spiegel-Bericht könnte E.ON bis zu 25 Prozent der Enel-Aktien erwerben, um den italienischen Konzern zum Rückzug bei Endesa zu bewegen und so die Übernahme zu retten.

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Hamburg/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, schlug die von E.ON engagierte Investmentbank Goldman Sachs dem Vorstand vor, bei dem italienischen Enel-Konzern, der die Übernahmepläne derzeit durch eigene Anteilskäufe an Endesa torpediert, einzusteigen.

Dem Bericht zufolge könnte sich der größte deutsche Energiekonzern in den kommenden Tagen milliardenschwere Aktienpakete des italienischen Versorgers an den internationalen Börsen kaufen und sich so einen Anteil von bis zu 25 Prozent an dem Unternehmen sichern. Dieses Aktienpaket könnte dann genutzt werden, um die Italiener zu einem Rückzug aus Spanien zu bewegen. Möglich wäre etwa ein Tausch gegen den von Enel in den vergangenen Tagen überraschend erworbenen Endesa-Anteil von 22 Prozent.

Ob sich der E.ON-Vorstand zu dem spektakulären Rettungsversuch durchringt oder sich mit einem Minderheitsanteil an Endesa zufrieden gibt, ist dem Bericht zufolge noch offen. Entscheidungen sollen in der kommenden Woche fallen. Der Düsseldorfer E.ON-Konzern bietet derzeit rund 41 Milliarden Euro für Endesa.