Einsparpotenzial

Spiegel: Deutsche Klimaziele erfordern gewaltige Neuinvestitionen

Wegen der deutschen Klimaziele könnten auf die Bürger harte Einschnitte und gewaltige Neuinvestitionen zukommen. Neben der Senkung des Stromverbrauches und den Ausbau erneuerbarer Energien sollte auch im Verkehr CO2 eingespart werden, unter anderem durch die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete vorab unter Berufung auf ein Strategiepapier des Umweltbundesamts (UBA), wenn Deutschland an dem Vorhaben festhalte, seine Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, sollten bis 2020 insgesamt 210 Millionen Jahrestonnen Kohlendioxid eingespart werden. 40 Millionen Tonnen kämen unter anderem zusammen, wenn die Deutschen ihren Strombedarf um elf Prozent reduzierten, etwa mit Hilfe effizienterer Geräte und der Abschaffung von Stromheizungen.

Weitere 44 Millionen Tonnen könnte besonders durch den Ausbau der Windenergie sowie der Biomasseverstromung eingespart werden, schrieb das Blatt. 30 Millionen Tonnen brächten neue Kohlekraftwerke sowie der Ersatz von Kohle durch Erdgas. Auf 15 Millionen Tonnen beziffert das UBA die potentiellen Einsparungen im Verkehr - durch eine höhere Kraftstoffbesteuerung, eine Kohlendioxid-abhängige Kraftfahrzeugsteuer, die Ausdehnung der Lkw-Maut auf alle Bundesfernstraßen sowie verbindliche Emissionsgrenzwerte für Neufahrzeuge.

Weitere 15 Millionen Tonnen kämen zusammen, wenn die Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verdoppelt würde, schrieb das Magazin. Noch einmal 15 Millionen Tonnen ließen sich sparen, wenn zum Beispiel der Anteil der Bahn im Güterverkehr von 16,5 Prozent im Jahr 1999 auf 25 Prozent bis 2020 gesteigert würde, 5 Prozent aller Pkw-Fahrten im Stadtverkehr auf den öffentlichen Nahverkehr und 30 Prozent aller Pkw-Fahrten, die nicht länger als fünf Kilometer sind, aufs Fahrrad verlagert würden.