Sichere Arbeitsplattform

Spezialschiff für Offshore-Windpark wird gebaut

In der litauischen Hafenstadt Klaipeda ist mit dem Bau des Schiffes begonnen worden, das im Frühjahr 2009 die Anlagen für Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windpark errichten soll. Wie der Auftraggeber BARD Engineering mitteilte, soll das Kranschiff mit Helikopterdeck in etwa einem Jahr fertig sein.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Emden/Klaipeda (ddp.djn/sm) - Das Schiff wird rund 101 Meter lang und 36 Meter breit und soll sich an vier 71 Meter langen Beinen aus dem Wasser heben können. Gebaut wird es von der Werft PC Western Shipbuildung Yard.

Nach Angaben von BARD liegt die Besonderheit des Schiffes darin, dass es auch bei ungünstigen Wetterbedingungen eine sichere und stabile Arbeitsplattform bietet. Das Schiff mit dem Namen "Wind Lift I" sei speziell für das neue Errichtungskonzept entwickelt worden, sagte ARD-Geschäftsführer Anton Baraev. Bislang habe man beim Bau von Offshore-Parks auf Schiffe und Plattformen aus der Ölindustrie zurückgegriffen.

Der Bau der "Wind Lift I" kostet etwa 50 Millionen Euro. Wenn das Schiff im Frühjahr 2009 die Arbeit aufnimmt, werden 50 Mann Besatzung an Bord sein. Bis 2010 soll es etwa 80 fünf Megawatt starke Windkraftanlagen 100 Kilometer nordwestlich vor Borkum aufgestellt haben. Diese Anlagen werden von BARD geliefert. Nach Unternehmensangaben soll die Errichtung einer Windkraftanlage im besten Fall nicht mehr als 48 Stunden betragen. Anschließend soll das Schiff zur Wartung eingesetzt werden.