"Tiefe Wertschöpfungskette"

SPD will mehr Mittel für energiesparende Gebäudesanierung

Die SPD will den Bundeshaushalt für das laufende Jahr umschichten, um das Programm zur energetischen Gebäudesanierung zu verstärken. Dies sagte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Das Programm zur energetischen Gebäudesanierung stellt einen hervorragenden Wachstumsimpuls dar, das zeigt schon die bisherige Nachfrage," so Beck. "Diesen Impuls wollen wir Sozialdemokraten noch in diesem Jahr wiederbeleben, indem wir Mittel, die eigentlich für spätere Zeiträume vorgesehen sind, in nennenswerter Größenordnung vorziehen. Ich bin optimistisch, dass wir die nötigen Mittel im Haushalt umschichten können."

Dadurch würde "eine tiefe Wertschöpfungskette" in Gang gehalten, "die von der chemischen Industrie, die die Dämmstoffe hierzulande herstellt, bis zum Handwerker, der sie installiert, reicht", erklärt der SPD-Politiker. Er fügte hinzu: "Mindestens genauso wichtig ist, dass wir den Menschen mit diesem Programm helfen, bis zu 30 Prozent Energie einzusparen und damit etwas gegen die überbordenden Heizöl- und Gaspreise zu tun."

Die Bundesregierung hatte für das laufende Haushalts-Jahr 1,5 Milliarden Euro zur Förderung energiesparender Investitionen wie Wärmedämmung oder Solaranlagen vorgesehen. Wegen der starken Nachfrage ist die Summe bereits jetzt aufgebraucht.