Reaktion

SPD weist Hubers Forderung nach Rücknahme des Atomausstiegs zurück

Huber habe sich mit seinen Äußerungen vom Mittwoch zum Auslaufmodell degradiert, so die stellvertretende Bayern-Fraktionsvorsitzende Susann Biedefeld. Erneut würden nur die Interessen der großen Konzerne vetreten, statt eine nachhaltige Energiewende herbeizuführen.

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München (ddp/sm) - Die SPD-Landtagsfraktion weist die Forderung des bayerischen Wirtschaftsministers Erwin Huber (CSU) nach einer Rücknahme des Atomausstiegs vehement zurück. Für die SPD gebe es bei diesem Thema keinerlei Kompromissbereitschaft, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susann Biedefeld am Mittwoch in München. Huber hatte im Magazin "Cicero" (Juniausgabe) "jeden, der dieses Ausstiegsszenario heute noch hochhält", als "Klimakiller" bezeichnet.

Mit derartigen Aussagen degradiere sich der "Möchtegern-CSU-Vorsitzende" zum Auslaufmodell, betonte Biedefeld. Huber wolle nur seine Untätigkeit für eine nachhaltige Energiewende kaschieren und vertrete wieder einmal nur die Interessen der großen Energieversorgungsunternehmen.

Die Kernenergie kann Huber zufolge zwar nicht alle Klimaprobleme lösen. "Aber wenn Deutschland beim beabsichtigten Ausstieg bleibt, dann verschärfen wir die Klimaproblematik", sagte er. Huber nannte es "völlig verfehlt", dass die SPD und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Renaissance der Kohlekraftwerke ankündigten. "In der Union sehen wir uns durch die weltweit geführte Klimadebatte bestärkt in unserer Strategie, die Laufzeit der Kernkraftwerke zu verlängern, solange die Sicherheit gewährleistet ist", sagte der CSU-Politiker.