Ausblick

SPD sieht Anfang vom Ende der Atomkraft

Die SPD sieht die mögliche Übergabe der Verantwortung in den beiden Vattenfall-Reaktoren Brunsbüttel und Krümmel an E.ON als Anfang vom Ende der Kernenergie in Deutschland. Zudem falle ins Gewicht, dass Baden-Württemberg gerade auf dem Weg sei, den dortigen Versorger EnBW zu verstaatlichen.

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Berlin (dapd/red) - "Das schwarz-gelbe Energiekonzept ist schon gescheitert, bevor es richtig angefangen hat", sagte SPD-Vizefraktionschef Ulrich Kelber am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd.

Er verwies darauf, dass Baden-Württemberg im Begriff ist, den dortigen Versorger EnBW wieder zu verstaatlichen. Nach einem Regierungswechsel in Stuttgart sei absehbar, dass auch EnBW aus der Atomkraft aussteigen werde, sagte der SPD-Politiker. Damit gäbe es womöglich statt vier nur noch zwei Betreiber von Atomkraftwerken.

Zuvor hatten Vattenfall und der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON mitgeteilt, dass beide Konzerne über eine Übernahme der Betriebsführung bei Krümmel und Brunsbüttel durch E.ON verhandeln. Vattenfall führt dort derzeit den Betrieb; E.ON ist beteiligt. Beide Reaktoren stehen nach Pannen seit ungefähr dreieinhalb Jahern still.