Ressourcenwirtschaft

SPD-Politiker Scheer hat geringe Erwartung an Weltwirtschaftsforum

Nach Ansicht des SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer ist von dem Weltwirtschaftsforum in Davos kein Umdenken in der Energiepolitik zu erwarten. Seit gestern und noch bis 29. Januar beraten 2340 Teilnehmer aus 89 Staaten (darunter 15 Staats- und Regierungschefs) in dem Schweizer Skiort.

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Köln (ddp). "Es geht um die Grundlage des Wirtschaftens der Zukunft, und davon ist bei allen bisherigen Wirtschaftsforen nicht die Rede gewesen", sagte Scheer am Donnerstag im Deutschlandfunk. Das Publikum in Davos sei zu einseitig zusammengesetzt, um diese Probleme anzusprechen, betonte der Träger des Alternativen Nobelpreises.

"Man operiert in Davos auf der Basis der heutigen Ressourcenwirtschaft, obwohl sie uns unter den Händen zerbröselt", sagte Scheer. In Deutschland dagegen werde die Entwicklung der alternativen Energien weitergehen. Das sehe zumindest das Verhandlungsergebnis der großen Koalition vor. "Damit sind wir internationaler Vorreiter und ich hätte mir gewünscht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses in ihrer Eröffnungsrede in Davos stärker betont hätte", sagte der SPD-Politiker.

Das Weltwirtschaftsforum wurde am Mittwochabend eröffnet und dauert noch bis 29. Januar. Unter den rund 2340 Teilnehmern aus 89 Staaten befinden sich nach Angaben der Veranstalter 15 Staats- und Regierungschefs.