In NRW

SPD kritisiert Blockade moderner Windkraftanlagen im Land

Die SPD wirft der nordrhein-westfälischen Landesregierung vor, im Bereich der Windenergie einen besseren Anwohnerschutz und eine höhere Leistung der Anlagen zu verhindern. Über eine restriktive Genehmigungspraxis werde die Auswechslung alter Anlagen blockiert, kritisierte SPD-Fraktionsvize Axel Horstmann.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Diese neuen, höheren Anlagen zeichneten sich aber durch eine größere Leistung, geringeren Lärm und weniger Schattenwurf aus.

Nach Angaben von Horstmann könnte durch das so genannte Repowering die Zahl der Anlagen von derzeit etwa 2400 auf 1000 reduziert werden. Der Beitrag zur Deckung des Nettostromverbrauchs könne von knapp zwei auf etwa zehn Prozent gesteigert werden, ohne dass neue Flächen ausgewiesen werden müssten. Da weitere geeignete Standorte für neue Windenergieanlagen im dicht besiedelten NRW nicht mehr vorhanden seien, sei der Ersatz alter Anlagen der einzige Weg, um "die effizienteste Technologie zum Einsatz zu bringen". Bereits heute seien 20 Prozent der Anlagen älter als zehn Jahre.

Horstmann verwies auch darauf, dass die Windenergie die erste erneuerbare Energie sei, die "in die Wirtschaftlichkeit" hineinwachse. Das Ende einer Subventionierung von Windkraft sei "in Sicht". So gebe es für die modernen Anlagen bereits eine geringere Einspeisevergütung pro Kilowattstunde als für die alten. Der Mitteleinsatz sei effizienter.