Umstritten

SPD in Vorpommern lehnt Bau des Lubminer Steinkohlekraftwerks ab

Das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin bleibt auch innerhalb der SPD umstritten. Der Vorsitzende der SPD-Regionalgruppe Vorpommern, Hans-Jürgen Höcker, sprach sich am Dienstag gegen das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt des dänischen Investors Dong Energy aus.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Greifswald (ddp-nrd/sm) - Der Bau des Kraftwerks sei sowohl aus energie- und landesentwicklungspolitischer als auch aus touristischer Sicht falsch, sagte Höcker.

Arbeitsplätze seien zwar wichtig. Diese dürften aber nur im Einklang mit der Tourismuswirtschaft und den sensiblen Umweltbedingungen im Boddenbereich angesiedelt werden. Höcker warnte vor dem Einsatz einer "völlig veralteten Technologie" in dem nach seinen Angaben wichtigsten touristischen Einzugsgebiet Deutschlands.

Dong Energy will bis 2012 in Lubmin ein 1600-Megawatt-Kraftwerk auf Steinkohlebasis errichten. Die von der Landesregierung bisher unterstützten Pläne stoßen vor allem bei Anwohnern, Umweltschützern und in der Tourismusbranche auf Ablehnung.