Menschenfeindlich

SPD-Generalsekretär fordert Ende der Atomkraft

Als "menschenfeindlich und unbeherrschbar" hat SPD-Generalsekretär Hubertus Heil die Atomenergie bezeichnet. Gleichzeitig würden durch längere Laufzeiten die in Deutschland dringend benötigten Investitionen in neue Energieversorgungstechniken verhindert, daher müsse die Debatte beendet werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Göhren-Lebbin (ddp/sm) - Die Sozialdemokraten lehnen die neuerlichen Forderungen nach längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke klar ab. Die SPD werde am Atomausstieg festhalten, versicherte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Wochenende auf einer Landesvertreterversammlung seiner Partei im mecklenburg-vorpommerschen Göhren-Lebbin.

Die Atomkraft bleibe eine alte, "unbeherrschbare und menschenfeindliche Technologie", betonte er mit Blick auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren.

Durch längere Laufzeiten von Kraftwerken würden zudem die in Deutschland dringend benötigten Investitionen in neue Energieversorgungstechnik verhindert, sagte Heil weiter. Daher sei es ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, "die rückwärtsgewandte Atomdebatte hinter uns" zu lassen.