Gewinne erhöhen

SPD-Generalsekretär bezeichnet Union als "Atomsekte"

SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber wirft der Union vor, mit der Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke nur die Gewinne der Betreiber erhöhen zu wollen. Generalsekretär Hubertus Heil kritisiert ebenfalls die Forderung nach längeren Laufzeiten und bezeichnet die Union gar als "Atomsekte".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Die Union geriere sich mit ihrem Festhalten am Atomstrom als "Atomsekte" und als "Lobby der Atomkraftbetreiber", dies habe nichts mit einer modernen Energiepolitik zu tun, sagte Heil nach einer Präsidiumssitzung seiner Partei. Die SPD halte "am geordneten Atomausstieg fest" und setze auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien und auf die Modernisierung des deutschen Kraftwerkparks, betonte Heil.

Kelber nennt "die niedrigeren Strompreise", die die Union bei längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke ankündigt, "ein leeres Versprechen". CDU und CSU lehnten jede Möglichkeit ab, die entstehenden Zusatzrenditen abzuschöpfen. "Das heißt, dass die Milliarden bei den Unternehmen bleiben sollen", sagte Kelber.

Die Union hatte angekündigt, dass die zusätzlichen Gewinne aus längeren Laufzeiten genutzt werden sollten, um die Verbraucher bei den Strompreisen zu entlasten.