Geringverdiener entlasten

SPD fordert soziale Staffelung der Energiepreise

Die Energiepolitiker der SPD-Bundestagsfraktion bereiten einen Gesetzentwurf vor, mit dem EVU zu einer sozialen Staffelung ihrer Strom- und Gaspreise gezwungen werden sollen. "Wir wollen noch im Juni in der Arbeitsgruppe Energie die Eckpunkte beschließen", sagte SPD-Fraktionschef Ulrich Kelber den "Ruhr Nachrichten".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dortmund (ddp/sm) - Kelber will Energieversorger dazu verpflichten, beispielsweise die ersten 500 Kilowattstunden Strom pro Kopf "deutlich günstiger" als der Durchschnittspreis anzubieten: "Das ist massiv familienfreundlich und entlastet vor allem auch Haushalte mit geringem Einkommen."

Es sei belegt, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Strom umso niedriger sei, je geringer das Einkommen ist, da diese Haushalte weniger stromverbrauchende Geräte besäßen. Eine entsprechende Regelung solle auch für Gastarife durchgesetzt werden, sagte Kelber. "Das muss per Gesetz als Daseinsvorsorge verbindlich definiert werden", forderte er. Die Zahl der Haushalte, die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen könnten, wachse von Tag zu Tag.