Abbau im Saarland

SPD dringt auf Genehmigung von RAG-Konzept für Kohleabbau

Die saarländische SPD hat eine schnelle Genehmigung des von der RAG vorgelegten Steinkohle-Abbaukonzepts gefordert. Der RAG-Vorschlag, die Kohleförderung an der Saar bis 2012 in alternativen Abbaufeldern fortzusetzen, bewahre Tausende Menschen vor der Arbeitslosigkeit, sagte SPD-Landeschef Heiko Maas.

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Maas forderte von der Landesregierung, das RAG-Konzept umfassend positiv zu bescheiden, weil es sonst laut dem Unternehmen nicht funktioniere und andernfalls eine sofortige Schließung des Bergwerks Saar drohe.

Voraussichtlich heute will das Bergamt über die Genehmigung eines erneuten Kohleabbaus im Flöz Grangeleisen entscheiden. Grundsätzlich liegt für Grangeleisen bereits eine Abbaugenehmigung vor, da die RAG dort bereits in der Vergangenheit Kohle abgebaut hatte. Angesichts der aktuellen Diskussion um die vom Bergbau ausgehenden Gefahren wollte das Unternehmen diese Genehmigung vor einem Wiederanfahren des Betriebs aber vorsorglich bestätigen lassen.

Für das Abbaufeld Wahlschied hingegen lag zuletzt noch keine Abbaugenehmigung vor. Bevor diese erteilt werden kann, müssen noch verschiedene Anhörungen stattfinden.

Die RAG hatte nach dem schweren Beben vom 23. Februar beschlossen, den Abbau in der Primsmulde ganz einzustellen. Stattdessen will das Unternehmen in den Feldern Grangeleisen und Wahlschied bis zum Jahr 2012 weiter Saar-Kohle fördern. Nach den Plänen der RAG würde sich die Kohleförderung in diesen Gebieten auf ein Drittel der bisherigen Förderung reduzieren.