Untersuchung

SPD-Chef Gabriel als Zeuge vor dem Asse-Ausschuss

Der Asse-Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtags setzt seine Arbeit am Donnerstag mit der Befragung von SPD-Chef Sigmar Gabriel fort. Die an Gabriel gerichteten Fragen werden seine Zeit als Umweltminister betreffen, in der er für das marode Atommülllager verantwortlich war.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - In seiner Zeit als Bundesumweltminister trug Gabriel ab Anfang 2009 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Kabinett die politische Verantwortung für das marode Atommülllager bei Wolfenbüttel. Er setzte durch, dass die Asse unter das Atomrecht gestellt wurde. Bis Ende 2008 galt sie als Forschungsbergwerk und unterstand damit dem Bundesforschungsministerium.

Der im vergangenen Sommer eingerichtete Untersuchungsausschuss soll die Pannen und Schlampereien bei der Einlagerung von Atommüll in die Asse aufklären. In dem ehemaligen Salzbergwerk lagern etwa 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktivem Atommüll. Die Grube droht voll Wasser zu laufen und ist einsturzgefährdet. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber hat angekündigt, die Abfälle aus der Asse herauszuholen.