Strom-News
SparzwangÄhnlich wie Deutschland will auch Spanien die Solarförderung deutlich kürzen. Angesichts der Sparzwänge des Landes sollten Photovoltaik-Anlagen künftig weniger vom Staat gefördert werden, teilte das Industrieministerium am Sonntag in Madrid mit. Nach Wind und Solarthermie gibt es auch für Photovoltaik künftig weniger Geld.
Madrid (afp/red) - Zuletzt hatte das Land, das zu einem der weltweiten Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien gehört, bereits Kürzungen bei der Windenergie und bei der Solarthermie angekündigt. Bei der Solarthermie wird mit Sonnenlicht Dampf erzeugt, der Generatoren antreibt, um wiederum Strom zu erzeugen.
Nun ist auch die Photovoltaik betroffen, bei der Sonnenlicht mit Hilfe von speziellen, meist aus Silizium bestehenden Zellen direkt in Strom umgewandelt wird. Den Plänen zufolge sollen großflächige Photovoltaik-Anlagen am Boden künftig 45 Prozent weniger Förderung erhalten. Große Anlagen auf Dächern bekommen 25 Prozent weniger Geld, die hauptsächlich von Privatpersonen betriebenen kleinen Solarenergie Dachanlagen müssen nur eine Kürzung von fünf Prozent hinnehmen.
Laut Medienberichten floss allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres fast eine Milliarde Euro in die Förderung von Solarstrom in Spanien. Die Regierung des in der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten steckenden Landes will seine Schulden mit einem scharfen Sparkurs herunterfahren.
Auch in Deutschland war die Förderung für Solarenergie zuletzt gekürzt worden. Die Anlagen auf Hausdächern werden ab dem zum 1. Juli um 13 Prozent weniger bezuschusst. Zum 1. Oktober erfolgt eine Kürzung um weitere drei Prozent. Auf Freiflächen wurde die Förderung hierzulande um 12 Prozent gedrosselt, ab Oktober erfolgt auch hier eine weitere Kürzung um drei Prozent.
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Die kanarische Regierung will den Anteil von Ökostrom an der Stromversorgung deutlich steigern. Innerhalb von fünf Jahren soll ein Anteil von 15 Prozent erreicht werden. Momentan liegt dieser noch bei lediglich zwei Prozent und damit noch deutlich hinter dem auf dem Festland. Auf Solarstrom werden dabei große Hoffnungen gesetzt.
Eine Solaranlage auf dem Hausdach bleibt nach Einschätzung der Zeitschrift "Finanztest" auch trotz der nun sinkenden Fördersätze "eine erstklassige Kapitalanlage". Die Anlagen werfen laut der Zeitschrift trotz der Umlagekürzung immer noch eine sehr ordentliche Rendite ab, hieß es. Eine gute, sonnige Lage sei aber Voraussetzung.
250 Millionen Euro will der Gas- und Stromanbieter E.ON Bayern im Jahr 2010 im Rahmen eines Programmes ausgeben. Ein Schwerpunkt ist die Sanierung bestehender Leitungen sowie der Ausbau zur Aufnahme solarer Energie. Der Solarboom erfordere einen zusätzlichen Netzausbau, so der Versorger.
Berliner Unternehmen der Solarbranche haben sich jetzt zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Der Berlin Solar Network e.V. soll die Branche in Wirtschaft und Politik stärken und eine effektivere Zusammenarbeit ermöglichen. Bereits am ersten Tag wurden 29 Mitgliedsanträge unterschrieben.
Wer in den nächsten Monaten eine Solaranlage auf seinem Dach montiert, erhält noch etwas mehr Förderung als bisher geplant. Der Bundesrat billigte am Freitag den im Vermittlungsausschuss erzielten Kompromiss. Damit wird die Förderung mit Stichtag 1. Juli zunächst nur um 13 Prozent abgesenkt. Strompreise vergleichen
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