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03.08.2010, 10:30 Uhr

Strom-News

Sparzwang

Spanien will Solarförderung drastisch zurückfahren

Ähnlich wie Deutschland will auch Spanien die Solarförderung deutlich kürzen. Angesichts der Sparzwänge des Landes sollten Photovoltaik-Anlagen künftig weniger vom Staat gefördert werden, teilte das Industrieministerium am Sonntag in Madrid mit. Nach Wind und Solarthermie gibt es auch für Photovoltaik künftig weniger Geld.

Madrid (afp/red) - Zuletzt hatte das Land, das zu einem der weltweiten Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien gehört, bereits Kürzungen bei der Windenergie und bei der Solarthermie angekündigt. Bei der Solarthermie wird mit Sonnenlicht Dampf erzeugt, der Generatoren antreibt, um wiederum Strom zu erzeugen.

Nun ist auch die Photovoltaik betroffen, bei der Sonnenlicht mit Hilfe von speziellen, meist aus Silizium bestehenden Zellen direkt in Strom umgewandelt wird. Den Plänen zufolge sollen großflächige Photovoltaik-Anlagen am Boden künftig 45 Prozent weniger Förderung erhalten. Große Anlagen auf Dächern bekommen 25 Prozent weniger Geld, die hauptsächlich von Privatpersonen betriebenen kleinen Solarenergie Dachanlagen müssen nur eine Kürzung von fünf Prozent hinnehmen.

Laut Medienberichten floss allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres fast eine Milliarde Euro in die Förderung von Solarstrom in Spanien. Die Regierung des in der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten steckenden Landes will seine Schulden mit einem scharfen Sparkurs herunterfahren.

Auch in Deutschland war die Förderung für Solarenergie zuletzt gekürzt worden. Die Anlagen auf Hausdächern werden ab dem zum 1. Juli um 13 Prozent weniger bezuschusst. Zum 1. Oktober erfolgt eine Kürzung um weitere drei Prozent. Auf Freiflächen wurde die Förderung hierzulande um 12 Prozent gedrosselt, ab Oktober erfolgt auch hier eine weitere Kürzung um drei Prozent.

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