Steuereinnahmen

Späterer Atomausstieg bringt Staatskasse Milliarden

Eine Abkehr vom Atomausstieg würde nicht nur Geld in die Kassen der Energiekonzerne spülen, sondern auch dem Staat Milliarden einbringen. Würden die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke von 32 auf 60 Jahre verlängert, winken dem Fiskus rund 51 Milliarden Euro an zusätzliche Steuereinnahmen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Der Bremer Energiewissenschaftlers Wolfgang Pfaffenberger hat für das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 1/2010) alle 17 deutschen Kernkraftwerke einzeln unter die Lupe genommen und den durchschnittlichen Strompreis der nächsten 40 Jahre auf acht Cent pro Kilowattstunde taxiert. Von den Zusatzgewinnen würde der Fiskus rund 26 Prozent kassieren - über Gewerbe- und Körperschaftssteuer sowie Solidaritätszuschlag. Darüber hinaus will die Bundesregierung zusätzlich einen erheblichen Teil der Nettogewinne abschöpfen.

Laut 'Capital' würden die Stromkonzerne in diesem Szenario Sondergewinne von insgesamt 193 Milliarden Euro erwirtschaften. Am stärksten würde Branchenprimus E.ON mit einem Anteil von 37 Prozent aller Zusatzgewinne profitieren, gefolgt von RWE mit 30 Prozent, EnBW mit 22 Prozent und Vattenfall mit zehn Prozent.