Sondermittel für die Erforschung und Entwicklung umweltschonender Energietechnologien ab sofort abrufbar

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Jeweils 80 Millionen Mark an Sondermitteln stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologien (BMWi) in diesem Jahr sowie in den Jahren 2002 und 2003 für die Erforschung und Entwicklung umweltschonender Energietechnologien bereit. Diese Mittel sind Bestandteil des "Zukunfts-Investitions-Programms" (ZIP) der Bundesregierung.



Die Schwerpunkte des ZIP in diesem Bereich sind:



- Brennstoffzellen für stationäre Blockheizkraftwerke und Fahrzeugantriebe,



- Sonstige Antriebstechnologien (Hochleistungsbatterien) und regenerativ erzeugte Treibstoffe (insbesondere Methanol und Wasserstoff),



- Geothermie (Erdwärmenutzung zur Strom- und Wärmeerzeugung),



- Energetische Optimierung von Altbauten sowie



- Offshore-Windenergie (Testfeld zur Zertifizierung von Windkraftanlagen auf dem Meer).



Für den Bereich Brennstoffzellen sind auf Grund früherer Bekanntmachungen in den Medien bereits Projektvorschläge für über 300 Millionen DM eingegangen. Da nur 120 Millionen DM für diesen Bereich zur Verfügung stehen, setzt das BMWi unter förderpolitischen Gesichtspunkten Prioritäten.



Gute Fördermöglichkeiten bestehen für FuE-Projekte auf dem Gebiet Antriebstechnologien und regenerative Treibstoffe, da hier bislang vergleichsweise wenig Vorschläge eingereicht wurden. Das gelte auch für Geothermie-Projekte, so das BMWi.



Projektvorschläge im Bereich der energetischen Optimierung von Altbauten sollten sich an den Vorgaben des bestehenden Förderkonzeptes "Energetische Verbesserung der Bausubstanz" orientieren, das auch beim Projektträger BEO angefordert werden kann (Anschrift untenstehend).



Im Bereich Windenergie ist vorgesehen, an aussichtsreichen Standorten für Offshore-Windparks Messplattformen zu errichten, um sowohl technische Messungen als auch ökologische Untersuchungen vorzunehmen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Genehmigungsverfahren kommen wahrscheinlich vier bis fünf Standorte in Nord- und Ostsee in Frage. Das BMWi wird für die Messplattformen rund 20 Millionen DM zur Verfügung stellen. Das Bundesumweltministerium will diese Plattformen auch für ökologische Untersuchungen nutzen. Ferner ist vorgesehen, Entwicklung, Test und Zertifizierung Offshore-geeigneter Windkraftanlagen zu fördern.



Da das Zukunfts-Investitions-Programm zeitlich befristet ist, soll spätestens Mitte dieses Jahres entschieden werden, welche Projekte unterstützt werden. Interessenten werden daher gebeten, ihre Anträge und Ideenskizzen bis zum 30. März 2001 beim Projektträger einzureichen.



Die Förderbedingungen entsprechen denen der Projektförderung in der Energieforschung. Antragsberechtigt sind Unternehmen der Wirtschaft und Institutionen der Wissenschaft. Privatpersonen können nicht gefördert werden. Weitere Informationen gibt der Projektträger Biologie, Energie, Umwelt (BEO), Stichwort ZIP, Forschungszentrum Jülich GmbH, 52425 Jülich, Fax: 02461-613131.