Einbußen

Sondereffekte lassen Gewinn von E.ON Bayern dramatisch sinken

Der Energiekonzern E.ON Bayern hat im vergangenen Jahr fast keinen Gewinn mehr gemacht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank von 257 Millionen Euro in 2005 auf nur noch 1,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen gestern Regensburg mitteilte. Grund seien unter anderem sinkende Netzentgelte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Regensburg (ddp-bay/sm) - Hauptverantwortlich für den Gewinnrückgang seien Erlöseinbußen und notwendige Rückstellungen durch die Senkung der Netzentgelte in Höhe von 160 Millionen Euro. Hinzu kämen Pensionsrückstellungen in Höhe von 96 Millionen Euro. "Ohne diese Sondereinflüsse hätten wir durch Wachstum und Effizienzsteigerung ein Ergebnis erzielt, das über dem Vorjahreswert von rund 257 Millionen Euro läge", betonte Vorstandschef Peter Deml.

Der Umsatz sei 2006 von knapp drei Milliarden Euro auf 3,3 Milliarden Euro gewachsen. Um der "Wucht der Regulierung, die wir so nicht erwartet haben", entgegenzusteuern werde E.ON Bayern versuchen Kosten zu senken und weiter auf Wachstum setzen. So werde an den geplanten Netzinvestitionen in Höhe von 255 Millionen Euro im laufenden Jahr festgehalten.

Außerdem will sich der Strom- und Gaskonzern auf die größere Sensibilität der Kunden für Umwelt und Natur einstellen. "Wir wollen daher die ökologische Kompetenz und Glaubwürdigkeit langfristig zum maßgeblichen Wettbewerbsvorteil für E.ON Bayern machen", sagte Vertriebsvorstand Stefan Vogg.