Trotz Gegnern

Solvay will neues Kraftwerk in Bernburg bauen

Das Chemieunternehmen Solvay hält an seinen Pläne zum Bau eines neuen Kraftwerkes in Bernburg fest. "Wir brauchen dringend ein zweites Standbein für die Energieversorgung", sagte Werkleiter Thomas Müller. Eine Bürgerinitiative hatte Unterschriften gegen die Pläne gesammelt.

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Bernburg (ddp-lsa)/sm) - Bei der Diskussion geht es nicht um Müllentsorgung, sondern um die für das Werk "lebensnotwendige Energieversorgung". Er bezeichnete das Projekt als entscheidend für die Zukunft des Werks mit seinen 400 Arbeitsplätzen.

Bürgerinitiativen übergaben am Freitag an den Werkleiter eine Liste mit mehr als 1600 Unterschriften. Die Unterzeichner sprechen sich gegen den Bau des sogenannten Ersatzbrennstoffkraftwerkes in Bernburg aus, in dem Holz, Papier, Kunststoffen und Textilien aus Abfall verbrannt werden sollen. Die Gegner befürchten eine Belastung der Umwelt.

Müller entgegnete: "Niemand braucht sich Sorgen um seine Gesundheit zu machen." Es werde eine zuverlässige Abluftreinigung installiert, die sich bereits in über 150 Anlagen in Europa, Japan und Korea bewähre.