Prognosen

Solon: Photovoltaik-Umsätze werden 2008 wieder anziehen

Der Solartechnikkonzern Solon erwartet für das kommende Jahr ein merklich beschleunigtes Umsatzwachstum. Vor allem durch neue Absatzchancen im Ausland und steigende Liefermengen sollen die Erlöse steigen - insgesamt um mehr als 50 Prozent, hofft man bei Solon.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Nach einer branchenweiten Wachstumsdelle im laufenden Jahr erwartet der Solartechnikkonzern Solon ab 2008 wieder ein beschleunigtes Umsatzwachstum. Wie das im TecDAX gelistete Berliner Unternehmen am Montag bei der Vorlage der vorläufigen Bilanzzahlen mitteilte, soll der Erlös 2008 um mehr als 50 Prozent wachsen. 2006 lag das Umsatzwachstum bei 72 Prozent auf 345 Millionen Euro, für 2007 werden mehr als 30 Prozent auf 450 Millionen Euro prognostiziert.

Knappheit beim Solarzellen-Grundstoff Silizium sorgt Solon zufolge für das abgeschwächte Wachstum im laufenden Jahr. Der Bedarf an Rohmaterial sei aber durch bestehende Verträge zu 100 Prozent gedeckt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Einer der drei größten Lieferanten von Solon ist die ebenfalls im TecDAX gelistete Erfurter ErSol AG.

Ab 2008 werden laut Solon wachsende Absatzchancen in den neuen Photovoltaikmärkten Griechenland, Frankreich und den USA sowie steigende Liefermengen für das wieder anziehende Umsatzwachstum sorgen. Ein Drittel des Jahresumsatzes 2007 will Solon dabei im Kraftwerksgeschäft erzielen. Schwerpunkt dieses Bereichs werde im laufenden Jahr der spanische Markt sein. Dort verhandelt Solon nach eigenen Angaben derzeit über Projekte mit einem Volumen von mehr als 60 Megawatt.

Das Ergebniswachstum soll den Angaben zufolge ebenfalls 2008 deutlich zulegen. Nachdem das Unternehmensergebnis im vergangenen Jahr von 7,9 Millionen auf 14,4 Millionen gestiegen sei, rechnet Solon im laufenden Jahr mit einem Ergebnisplus von mehr als 30 Prozent. 2008 sei ein Wachstum von mehr als 50 Prozent geplant.

Der Solon-Aktienkurs legte im frühen Handel um 7,8 Prozent auf 35,87 Euro zu. Die endgültigen Bilanzzahlen werden am 25. April veröffentlicht.