Arbeitsplatzsicherung

Solidarpakt Steinkohle soll 1,5 Milliarden Euro einsparen

Sinkende Subventionen, Preisentwicklung am Weltmarkt und erhebliche Probleme in der Produktion haben dazu geführt, dass die Beschäftigten in der deutschen Steinkohleindustrie finanzielle Einschnitte akzeptieren müssen. Heute wurde der "Solidarpakt Steinkohle" verabschiedet, der u.a. eine Reduzierung des Weihnachtsgeldes vorsieht.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Nach monatelangen schwierigen Verhandlungen haben sich der Unternehmensverband Steinkohlenbergbau, die DSK sowie der DSK-Gesamtbetriebsrat und die IG BCE heute in Herne auf ein Maßnahmenbündel zur Bewältigung der schwierigen Probleme im Bergbau verabschiedet. Dadurch sollen in diesem Jahr 150 Millionen Euro im Personalbereich eingespart werden.

Die Vereinbarung sieht u.a. die Reduzierung des Weihnachtsgeldes bis 2005, den Wegfall des Fahrgeldzuschusses ab Juli 2003, die Einstellung des Werksbusverkehrs und den Wegfall von Jubiläumsleistungen ab 2003 vor. "Durch sinkende Subventionen, Preisentwicklung am Weltmarkt und erhebliche Probleme in der Produktion müssen bis zum Jahr 2005 Sach- und Personalkosten in einer Größenordnung von insgesamt 1,5 Milliarden Euro eingespart werden", begründeten IG-BCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff und der DSK-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ludwig Ladzinski die Einschnitte. "Wir wissen, dass wir euch damit viel zumuten. Doch es blieb keine andere Wahl. Darum bitten wir euch, den Solidarpakt Steinkohle mit zu tragen. Damit wir auch 2015 in Deutschland noch Steinkohle fördern können."